Die Geschichte
Die „Medalges Alm“, im Volksmund auf ladinisch „Furcia“ genannt, ist seit dem fernen 1900, nunmehr in fünfter Generation, im Besitz der Familie Graber aus St. Lorenzen und gehört zum geschlossen Hof „MOAR“ in Runggen.
Dieselbe wurde 1900 von Katharina und Johann Graber, den Ururgroßeltern der heutigen Familie, gekauft und bewirtschaftet. Johann Graber verstarb leider mit 54 Jahren. Trotzdem führte seine Frau Katharina mit den 6 Kindern den „MOAR“ Hof und die „Medalges Alm“ mit Erfolg weiter. Bis am 28. September 1906 der Hof mit der „Medalges Alm“ an den Sohn Johann Graber übergeben wurde.
Im Winter 1950/51 wurde die baufällige Hütte von den Schneemassen des strengen Winters zusammengedrückt und war somit unbenutzbar. Mit der Hilfe des Militärs, die mit ihren Maultieren das notwendige Bauholz zur „Medalges Alm“ transportierten, wurde die Hütte im Sommer 1951 neu aufgestellt.
Im Jahr 1957 übernahm Johann Graber, der Großvater, den geschlossenen Hof zu dem auch die „Medalges Alm“ gehört. Von 1957 bis 1961 wurde die Alm von der Familie geführt und ab dem Sommer 1962 bis 1978 verpachtet.
Durch die Hofübergabe im April 1979 an den Sohn Josef Graber mit seiner Frau Veronika und mit Tochter Sandra übernahm die Familie wieder die Bewirtschaftung des Hofes und der „Medalges Alm“ die bis 1989 für das eigene Vieh benutzt wurde. Da kein Forstweg zur Alm führte, erwies sich die Bearbeitung der Alm als äußerst schwierig und blieb somit in den Jahren 1989 bis 1998 leer und unbearbeitet. Mit der Möglichkeit alles Notwendige, mittels Hubschrauber zu transportieren und anzuliefern, wurde im Jahre 1999 der Almbetrieb wieder aufgenommen. Am 19. Oktober 2001 wurde der wieder bewirtschafteten Alm durch einen Kaminbrand ein jähes Ende gesetzt und die Hütte brannte bis auf die Grundmauern nieder. Dank des schnellen Einsatzes der Feuerwehr Campill und der Tatsache, dass der Wind sich nicht drehte blieb der Stall verschont.
Dem Unglück nicht genug ereilte Josef Graber das gleiche Schicksal wie seinem Urgroßvater und er verstarb am 6. März 2002 im Alter von 52 Jahren. Der Hof mit der „Medalges Alm“ wird seitdem von seiner Frau Veronika mit Tochter Sandra und Sohn Tobias bewirtschaftet.
Nachdem die „Medalges Alm“, im Jahre 2002 durch die Forststrasse erschlossen wurde, begannen im Frühsommer 2004 Veronika und Sandra mit dem Wiederaufbau derselben.
Im Frühjahr 2007 hat Tochter Sandra mit ihrem Mann Heinrich Seyr den geschlossenen Hof mit der „Medalges Alm“ übernommen, seitdem sind sie bestrebt, die mittlerweile seit über 100 Jahren andauernde Familientradition weiterzuführen. Sandra und Heinrich bemühen sich im Sommer und im Winter um das leibliche Wohl der Gäste.
Familie Seyr und Graber


